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10+ 4 Schritte zu mehr Nachhaltigkeit

Nicole hat auf ihrem Blog nach Ideen zu 10 Schritten zu einer Nachhaltigeren Lebensweise gefragt und dies zum Thema einer Blogparade gemacht. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen.

Meine kleinen Schritte zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Wichtig für diese Liste ist mir die einfache Umsetzbarkeit, sodass sie wirklich ohne besonderen Aufwand in den Alltag integriert werden können.


Nachhaltigkeit und Konsum

Nichts kaufen, was nicht wirklich gebraucht wird

Klingt am einfachsten. Ist in unserer Konsumgesellschaft am schwierigsten.

Gebraucht kaufen

Es gibt eine ganze Reihe von guten Gründen, gebraucht zu kaufen. Ob Kleidung, Accessoires, Technik oder Autos.

Der offensichtlichste ist, dass es einfach günstiger ist als Neuware zu kaufen. Aber auch weitere Faktoren wie zum Beispiel Müllvermeidung, Ressourcenschonung oder die Befriedigung des Jagdtriebes (Second-Hand-Sparfüchse wissen, was ich meine) spielen eine Rolle.

Gerade bei Kleidung bringt gebraucht kaufen eigentlich nur Vorteile. Nicht nur bezüglich Nachhaltigkeit. Gebrauchte Kleidung weist weniger Giftstoffe auf als Neuware. Logisch, wurde sie schon ein paar mal gewaschen. Durch die günstigeren Preise ist es möglich, hochwertige oder hochpreisige Waren zu bekommen, die als Neuwaren viel teurer wären.

Langlebig statt Wegwerfen

Der Kauf langlebiger Produkte ist auf verschiedene Arten nachhaltiger als der Kauf von Wegwerfartikeln bzw. Artikeln mit kürzerer Nutzbarkeit.

Nicht ständig nachkaufen zu müssen, vermeidet Müll, spart Zeit und Nerven und ist langfristig günstiger.
Das gilt für alles, ob Möbel, Kleidung oder Hygieneartikel.

Weitergeben statt wegwerfen

„One woman’s trash is another woman’s treasure.“ Der Müll der einen Frau, ist der anderen ein Schatz. Darin steckt viel Wahres. Manche Dinge, die wir nicht mehr benötigen oder wollen, sind für jemand anderen etwas, das er brauchen kann oder sich wünscht.
Dinge weiterzugeben verlängert ihr Leben, macht anderen Menschen eine Freude, reduziert Müll und spart Ressourcen. Ist das nicht super?


Nachhaltigkeit und Ernährung

Saisonal und regional

Saisonale und regionale Küche ist eine direkter und leckerer Weg zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Das Angebot an Obst und Gemüse ist über das Jahr hinweg nahezu identisch. Einzig Kürbisse und Kastanien sieht man wirklich nur noch saisonal in den großen Supermärkten.

Andere Produkte wie Himbeeren oder Erdbeeren sind auch frisch mittlerweile rund ums Jahr zu bekommen. Oft haben diese, wie auch andere Obst- und Gemüsesorten einen sehr langen Transportweg hinter sich.
Kiwis kommen nicht selten aus Neuseeland. Also von der anderen Seite der Erde. Dass diese enormen Emissionen durch den Transport mit sich bringen, ist klar. Im Preis der Produkte schlägt sich dies jedoch nur selten nieder.
Oft sind Erdbeeren aus Spanien zu einem niedrigeren Preis zu haben als Erdbeeren aus der Region.
Oft sind lange Transportwege mit all ihren Folgen für Hersteller in Masse gewinnbringender, als eine lokale und regionale Produktion in kleineren Mengen.
Welche Probleme der Obst- und Gemüseanbau zum Beispiel auf die betreffenden Regionen Spaniens hat, lässt sich sogar aus dem All und auf Satellitenbildern erkennen: eine Wüste aus Plastikdächern, unter denen günstiges Obst und Gemüse in Massen wächst.

Mit Produkten aus der Region saisonal zu kochen, hat nicht nur den Vorteil kürzerer Transportwege. Es lässt auch ein kulinarisches Erfahren der Jahreszeiten zu. Alles zu seiner Zeit. Da das regionale Gemüse erst geerntet wird, wenn es reif ist und nicht noch lange Transportwege hinter sich bringen muss, kann es auch mit einem viel volleren Geschmack aufwarten, als solches, das unreif unter Schutzatmosphäre noch hunderte von Kilometern hinter sich bringen muss.

Es ist eine einfache und direkte Möglichkeit, Landwirte in eurer Region zu unterstützen und euch selbst damit etwas Gutes zu tun.

Reduktion tierischer Produkte

Die Produktion tierischer Lebensmittel ist eine enorm ressourcenintensive Art der Lebensmittelgewinnung für den menschlichen Verzehr. In das Tier muss immer etwas rein, ehe einem nicht unerheblichen Verlust ein Ertrag in Form von Fleisch oder Milchprodukten erfolgt.

Der Verbrauch an Wasser ist oft verblüffend. Die bei der Futtermittelherstellung oder durch die Verdauung der Tiere entstehenden Gase sind nachweislich klimaschädlich. Dies sind vor allem Kohlenstoffdioxid (CO2) und die Gase Methan (CH4) und Lachgas (N2O).

Durch den Verzicht oder schon die Reduktion von tierischen Produkten lässt sich einiges dieser Emissionen vermeiden. Zudem müssen so weniger Tiere leiden, was auch für sich schon Argument genug sein sollte.

Lebensmittel retten

Einer Erhebung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zufolge betrug die Gesamtmenge der Lebensmittelabfälle im Jahr 2020 etwa 11 Millionen Tonnen. Den größten Anteil daran haben den Angaben zufolge die Verbraucher mit einem Anteil von 59%.
Das bedeutet, dass jeder von uns im Jahr etwa 78 kg Lebensmittel wegwirft. Das ist eine enorme Menge.
Zur Rettung von Lebensmitteln gehört neben planvollem Einkaufen auch, dass nicht mehr benötigte Lebensmittel zum Beispiel via Foodsharing weitergegeben werden.
Lebensmittel können auch nahe oder über dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum noch problemlos verzehrt werden. Diese werden dann vom Handel oft vergünstigt verkauft oder an Aktionen wie Foodsharing abgegeben.

Diese Tatsachen nutzen Initiativen wie Foodsharing, indem sie es niederschwellig ermöglichen, nicht mehr gebrauchte Lebensmittel weitergeben zu können und sie somit vor dem Müll zu retten.

Apps wie 2Good2Go haben daraus ihr Geschäftsmodell entwickelt. Einzelhändler oder Gastronomiebetriebe können auf diesen Apps nicht mehr benötigte oder nicht mehr regulär verkäufliche Lebensmittel günstig weiterverkaufen. Ein Gewinn für die teilnehmenden Betriebe und den Kunden.

Leitungswasser

Wasser trinken ist gesund und Leitungswasser verglichen mit anderen Getränken unschlagbar günstig. Für einen Cent kommen etwa 2 Liter frisches Wasser direkt aus der Leitung. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Verpackung und Transportwege.

Wir haben das Glück, in Deutschland in einem Land zu leben, in dem die Trinkwasserqualität gut bis sehr gut, ist und unser Trinkwasser ein streng kontrolliertes Lebensmittel. Es sprich also nichts dagegen, das Wasser aus dem Hahn auch als solches zu behandeln und auf unnötige Verpackung, Emissionen und Ausgaben zu verzichten.


Nachhaltigkeit und Mobilität

Das Auto stehen lassen

Ist je nachdem wo man wohnt gar nicht so einfach. Möglich ist es regelmäßig trotzdem. Wer von außerhalb kommt, kann für einen Besuch der Innenstadt das Park-and-Ride-Angebot nutzen.

Gerade für Stadtbewohner in den Innenstädten ist es einfach, das Auto stehenzulassen und den ÖPNV, das Fahrrad oder andere Alternativen zu nutzen.

Kleine Ausflüge lassen sich toll mit dem Zug machen. Für Kinder, die nicht so oft Bahn fahren, ist das ein ganz besonderes Abenteuer. Die Bahn selbst veröffentlicht regelmäßig Ausflugstipps, wie zum Beispiel für Ausflüge mit Kindern.

Fliegen?

Zum Fliegen habe ich in meinem Artikel über CO2-Kompensation schon einiges geschrieben. Kurz gefasst lässt sich sagen, dass es für die CO2-Bilanz Sinn ergibt, auf Flugreisen oder Produkte, die eingeflogen werden zu verzichten, bzw. diese nach Möglichkeit zu reduzieren.


Nachhaltigkeit und Energie sparen

Heizkissen oder Heizdecke statt Heizung

Heizkissen und Heizdecken gehören für uns zum Winter, wie warme Jacken und Schals. Spätestens seit dem Winter 2022, als Russland seinen Angriff auf die Ukraine startete und die Energiepreise extrem anstiegen, wurde Energiesparen beim Heizen angesagt.

Hierfür sind Heizkissen und Heizdecken einfach ideal. Sie verbrauchen mit ihren etwa 60 bis 150W wenig Strom und geben die Wärme genau dahin ab, wo wir sie brauchen. Nirgends sonst. Der Raum und die Umgebung müssen und werden nicht im großen Maßstab aufgeheizt, um uns zu wärmen.

Tägliches duschen oder baden

Ist aus verschiedenen Gründen und gerade im Winter nicht sinnvoll. Ein Wasserverbrauch von etwa 120 Litern, zuzüglich der Energie, die für das Aufheizen des Wassers gebraucht wird.

Für die Haut ist regelmäßiges, langes, warmes Duschen keine Wohltat. Der Wasser-Fett-Film, der die Säureschutzbarriere der Haut bildet, wird in Mitleidenschaft gezogen und bietet so keinen umfassenden Schutz mehr vor Umwelteinflüssen.

Daher lieber im Sinne der eigenen Haut und der Nachhaltigkeit kurz und effizient oder die sogenannte Katzenwäsche. Das ist für die meisten wahrscheinlich ungewohnt, erfüllt den Zweck jedoch völlig.

Stand by

Der Stand-by-Modus ist ein echter Energiefresser. Schlicht aus dem Grund, dass die Geräte Storm verbrauchen, ohne dass es einen Nutzen hätte.

Hier hat die Ökodesign-Verordnung der EU schon einiges verbessert.

Die EU-Verordnung schreibt Maximalwerte für die Leistungsaufnahme von Geräten im Stand-by-Modus vor. So dürfen Geräte ohne Statusanzeige im Stand-by-Modus maximal 0,5 Watt verbrauchen. Mit Anzeige, maximal 1 Watt. Mehr erlaubt ist zum Beispiel für Geräte mit hoher Netzwerkverfügbarkeit. Diese dürfen eine Grenze von 8 Watt nicht überschreiten.

Aber auch der Verbraucher selbst kann noch etwas tun: Geräte, die nicht am Netz hängen, verbrauchen gar keinen Strom. Also Stecker raus.

Nachhaltig Mailen

Man glaubt es kaum, aber Spam ist ein echter Energiefresser und ein CO2-Monster. Schätzungen gehen für das Jahr 2019 von 150 Millionen Tonnen CO2 aus. Das ist überwältigend, gerade in Hinblick darauf, wie einfach Einsparungen in diesem Bereich wären.

Wichtig ist hierfür, dass wir bewusster mit Mails umgehen. Auf folgende 6 Punkte sollte geachtet werden:

  • Einen Spamfilter einrichten.
  • Anhänge wie Fotos nur komprimiert versenden.
  • Mail-Verläufe nicht immer mitversenden, sondern, nur wenn es wirklich nötig ist.
  • Auf unnötige Mails und CC bzw. BC verzichten.
  • Newsletter-Empfang überprüfen und minimieren.
  • Mails regelmäßig löschen.

Die oben genannten Punkte sind einfach umzusetzen und hätten, wenn wir sie alle befolgen, einen beachtlichen Einfluss.


Mehr zum Thema Nachhaltigkeit, sowie Teile unseres Alltags, findet ihr auf meinem Instagram Account.
Dort teile ich täglich Stories und Schnappschüsse
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