Ich vermisse dich.

Ich vermisse dich.

Mein Wohnzimmer gleicht einem Trümmerfeld.
Jedenfalls fühlt es sich für mich so an.
Ich bin Don Quichotte oder Sisyphus.
Oder beide.
Ich weiß es nicht.
Ich räume an gegen Windmühlen.
Ich rolle Zeug des Kindes Gipfel hinauf, nur um jedes Mal zu scheitern.
Scheint das Ziel auch noch so nahe.
Jedes Mal aufs neue.

So fühle ich mich.
Nicht wie ein edler Ritter oder kluger König.
Ich bin eine traurige Putzfrau in einer Manege, die nicht weiß, was sie hier bändigt, warum und überhaupt.

Wie kann in so kurzer Zeit soviel Unordnung entstehen?
Wie schafft es dieses Kind in einem Augenblick alles zunichtezumachen, was ich gefühlt ewig aufräumt habe.
Wie?
Und vor allem: Warum?
Wo kommt das ganze Zeug her?
Und warum?
Die großen Fragen des Alltags.

Ich weiß schon warum.
Sie ist ein Kind und genießt meine Nähe.
Ich genieße ihre und ich vermisse mein Wohnzimmer.
Also das was es mal war.


Ich vermisse meine Couch, auf die ich mich einfach so setzen kann.
Ohne Zeug zu Seite zu schieben oder mich zu fragen worin oder worauf ich da sitze.
Ich vermisse meinen Tisch, bei dem ich die Tischplatte wirklich sehen kann und nicht nur weiß, dass sie da sein muss, weil ich weiß, dass sie da sein muss.
Ich vermisse einen unbeschwerten und gefahrlosen Durchgang in das Esszimmer, der nicht einer TELE5 würdigen Mischung aus Mission Impossible und Godzilla gleicht.

Grün ist nicht meine Farbe.

SOFA. Ich vermisse dich.
Irgendwo waren doch auch mal Kissen….
Oh du meine schöne Dulcinea.



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