Von Kevin bis Charlie Bucket

Von Kevin bis Charlie Bucket

Filme gehören zur Weihnachtszeit. Jedenfalls für uns. Wenn es draußen kalt und nass ist, ist es einfach schön sich auf der Couch mit Kind und Punsch oder Tee einzukuscheln und sich gemeinsam einen oder mehrere Filme anzusehen.

Ich hatte lange Zeit keine speziellen Filme für Weihnachten mehr. Auch wieder etwas, dass sich mit Kind ändert. Jetzt gucken wir seit zwei Jahren zusammen Filme. Immer die gleichen und die meisten habe ich schon als Kind und Jugendliche gesehen.

Und sie sind immer noch gut, lustig und rührend. Alle Jahre wieder.
Unsere Weihnachtsklassiker sind:

  • Kevin Allein zu Hause
  • Kevin allein in New York
  • Der Grinch
  • A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten
  • Die Geister die ich rief
  • Charlie und die Schokoladenfabrik
  • Der Polarexpress
  • Die Muppets-Weihnachtsgeschichte
  • Klaus
  • Die ganze Bartholomäus-Reihe
  • Trans-Siberian Orchestra – The Ghosts Of Christmas Eve
  • Sissi

Was all diese Film allerdings gemeinsam haben? Nicht nur das Thema Weihnachten, sondern ein auffallendes Missverhältnis von Männer- und Frauenrollen. Die meisten Filme würden auch wunderbar funktionieren, wenn die Frauenrollen einfach gestrichen worden wären. Der einzige Film aus dieser Liste, in dem eine Frau bzw eine Mädchen im Zentrum der Geschichte stehen sind Sissy und The Ghosts of Christmas Eve.

Der Bechteltest

Der Bechteltest ist eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, Filme auf ihre Darstellung von Frauen, Mädchen und der Ausprägung von Rollenstereotypen abzuklopfen. Dazu müssen zum jeweiligen Film nur drei einfache Fragen beantwortet werden.

  • Gibt es in dem Film mindestens zwei Frauen, die einen Namen haben?
  • Unterhalten sich diese zwei Frauen miteinander?
  • Geht es in ihrem Gespräch um etwas anderes als einen Mann?

Die Schwäche dieses Tests zeigt sich z.B. bei Kevin allein zu Hause sehr gut. Der Film besteht den Test nämlich ausschließlich aufgrund eines Gesprächs zwischen Kate und Heather, in dem es darum geht, ob sie die Köpfe im Van gezählt hat. Ohne diese Szene wäre der Test nicht bestanden.

Die Tatsache, wie unterrepräsentiert Frauen und Mädchen selbst in Familienfilmen sind, ist bezeichnend und macht mich zunehmend wütend.
Ich habe keine Lust mehr Filme mit meiner Tochter zu sehen, die uns Geschichten erzählen, in denen es Frauen und Mädchen meist nur als Randfiguren gibt, die dazu dienen, schmückendes Beiwerk für eine Geschichte über Jungen und Männer zu sein.

Alternativen?

Ich habe mich auf die Suche nach Weihnachtsfilmen mit einer besseren Repräsentation gemacht. Sowohl durch eigene Suche, als auch durch Unterstützung von Facebookfreundinnen und einer deutschsprachigen Bechteltest-Gruppe, die ich sehr empfehlen kann. Ich habe ein paar Filme gefunden und empfohlen bekommen.

Ich hatte nicht die Gelegenheit mir schon alle anzusehen, einen festen Platz auf meiner Liste haben aber:

  • Die Familie Stone
  • Three Days of Christmas
  • His dark materials
  • Zeit der Geheimnisse
  • Der goldene Kompass
  • Jane Austen Verfilmungen (Ich liebe das so sehr)
  • Tatsächlich…Liebe
  • Mary Poppins
  • Liebe braucht keine Ferien
  • Last Christmas
  • Betty und ihre Schwestern
  • Happiest Season
  • Little Women

#Blogvent2020

Das ist mein Beitrag zum zweiten Tag des #Blogvent2020 von Meergedanken. Ich will an dieser Aktion teilnehmen und wie in einem kleinen Adventskalender jeden Tag einen mehr oder weniger ausführlichen Artikel veröffentlichen. 

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  1. Adventskalender



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