Corona: Mein Fazit im November 2021

Corona: Mein Fazit im November 2021

Heute war ein langer, anstrengender und besonderer Tag.

Die kleine Kornblume gehört nun zu Gruppe der zweifach geimpften und ich bin unglaublich erleichtert. Froh und dankbar.
Bis hierhin war es ein langer Weg.

Wir haben gefühlt hunderte von E-Mails geschrieben und nach so mancher verwunderlicher bis verstörender Antwort endlich eine positive Rückmeldung erhalten.

Passend dazu kam aus dem Gesundheitsministerium die Meldung, dass ie Impfung für Kinder ab dem 20.12. verfügbar sein soll.

Das sind noch 5 Wochen bis zu ersten Impfung. Also etwa 11 Wochen, bis die Kinder als vollständig geimpft gelten werden. Wartezeiten nicht mit eingerechnet. All das bei rasant steigenden Zahlen. Besonders in der Altersgruppe der 5 bis 14-jährigen.

Die Zahlen sind ein Schlag ins Gesicht für Eltern, die in den letzten 1,5 Jahren oft beachtliches geleistet haben, an vielen Fronten gleichzeitig gefordert wurden, nur um immer wieder im Stich gelassen zu werden.

Was sind Familien und Kinder und deren Entbehrungen, Ängste, Sorgen und allem, was sich über die letzten Monate angestaut hat, wenn der Rubel rollen muss.

Wenn konsumiert werden muss, den nur vom nie endenden Konsum lebt der Kapitalismus. Und wenn gefeiert werden will, Brot und Spiele oder genauer Alkohol und Gegröle. 

Lightkultur könnte man sagen. 

Und die kennt keine Kinder, Alleinerziehenden oder Familien.

De Maizière beschrieb Leitkultur als etwas, das über Sprache, Verfassung und Achtung der Grundrechte hinaus, das uns im Innersten zusammenhielt, das uns ausmache und das uns von anderen unterscheidet.

Sprache hat sich schon vor der Pandemie in eine kritische Richtung entwickelt und was die Verfassung und die Achtung der Grundrechte angeht. Naja.

Allein dass sich die Erkenntnis, dass nicht nur man selbst, sondern auch andere Träger von Grundrechten sind. Dass man die Konsequenzen seiner Entscheidung selbst (also nicht alle anderen für einen) tragen können muss, ohne nach „Freiheit“ für sich – als gleichzeitiges „Scheiß auf alle anderen“ zu rufen. Das scheint in vielen Köpfen nicht angekommen zu sein.

Freiheit bedeutet eben nicht, tun zu können was man will, sondern, entscheiden zu können und dann mit dem, was diese Entscheidung mit sich bringt zu leben.

So voll wie die Straßen in Köln zum 11.11. sind aktuell nur die Intensivstationen hier im Süden. Der Süden ist, was manches angeht, tatsächlich anders.

Es ist zum Haare raufen und zum Verzweifeln am Verstand der Menschen, wenn Impfungen abgelehnt werden aus Sorge vor fehlenden Studien, diffusen Befürchtungen und Gerüchten um Mikrochips und Verschwörungen. Wenn bezüglich der Impfung von unbekannten Inhaltsstoffen, fehlenden Langzeitstudien gesprochen wird und sich dann ein Wurmmittel für Pferde (!) reingepfiffen wird.

Wenn auch nicht bekannt ist, was in Medikamenten gegen die Erkrankung enthalten ist – wer weiß, was in Paracetamol ist und wie es funktioniert?

Und wenn eben bekannt ist, dass eine Erkrankung Langzeitschäden mit sich bringt.

Und das Rad dreht sich weiter.

Wenn die Existenz eines Virus geleugnet wird, bei Erkrankung dann aber völlig selbstverständlich eine umfassende Behandlung nicht nur in Anspruch genommen, sondern eingefordert wird.

Das muss Schrödingers Virus sein, das es nicht gibt, wegen dem man dann aber trotzdem behandelt werden muss.

Eine Behandlung für eine Erkrankung, die vermeidbar gewesen wäre, hätte man die Sache ernst genommen.

Aber um das zu tun, muss man sich eingestehen nicht alles zu wissen und zu verstehen.

Kein Experte zu sein, aber auf solche zu hören.

Die Wissenschaftsfeindlichkeit und Skepsis gegen die „Schulmedizin“ führt in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte und vielleicht findet sich dort, in dieser dunklen, kalten Ecke auch eine mögliche Erklärung.

Vielleicht, ist es die Idee des Herrenmenschen, der biologisch und in all seinen Eigenschaften anderen überlegen ist, für den keine Viren existieren, wenn er sie nicht sieht und für den, sollte ein solches Virus eventuell doch existieren, maximal eine Erkältung ist. Der voller Skepsis der von ihm, mit seinem enormen naturgegebenen Intellekt der „Schulmedizin“ und all ihren Erkenntnissen gegenüber steht, die er als feindlich ausmacht. Weil er sie und die Methoden der Wissenschaft nicht versteht.

Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf.



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